Mills Basis A&B – Zwei-Komponenten-Basisdünger NPK 3-4-4
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Zwei-Komponenten-Basisdünger für den gesamten Zyklus – NPK 3-4-4 kombiniert
Basis A&B ist das Fundament des Mills-Systems und der einzige Dünger, den du wirklich brauchst. Es versorgt die Pflanze von der ersten Wachstumswoche bis zum Ende der Blüte – ohne Wechsel zwischen Grow- und Bloom-Produkt. Die Anpassung an die jeweilige Phase übernimmt nicht der Basisdünger, sondern die Dosierung und die Additive. Und weil die Rezeptur für alle Substrate ausgelegt ist, brauchst du beim Wechsel von Erde auf Kokos oder Hydro nichts Neues.
| Kombiniertes NPK | 3-4-4 |
| Basis A | 3,5 % Stickstoff, 1,3 % Kaliumoxid, 5,1 % Calciumoxid, 0,042 % Eisen (chelatiert) |
| Basis B | 4,1 % Phosphat, 2,7 % Kaliumoxid, 1,4 % Magnesiumoxid, 2,8 % Schwefeltrioxid, dazu Bor, Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink |
| Einsatzzeitraum | gesamter Zyklus – Wachstum und Blüte |
| Substrate | Erde, Torf, Kokos und Hydro |
| Größen | 1 Liter und 10 Liter |
📥 Mills Düngeschema Regulär (PDF)
📥 Mills Düngeschema Organisch (PDF)
Warum überhaupt zwei Flaschen?
Hier hält sich ein hartnäckiger Irrtum: Es heißt oft, A enthalte die Makronährstoffe und B die Mikronährstoffe. Das stimmt nicht. Ein Blick in die Deklaration zeigt den wahren Grund:
Basis A ist die Calcium-Komponente – 5,1 % Calciumoxid, dazu Stickstoff und chelatiertes Eisen. Basis B enthält Phosphat und Sulfat, dazu Magnesium und die Spurenelemente. Diese beiden Gruppen dürfen im Konzentrat nicht zusammenkommen: Calcium reagiert mit Phosphat und Sulfat zu schwerlöslichen Verbindungen, die als weiße Flocken ausfallen. Was ausgefallen ist, kann die Pflanze nicht mehr aufnehmen – Nährstoffe und Geld sind weg.
Deshalb werden A und B getrennt gelagert und nacheinander ins Wasser gegeben. Im stark verdünnten Gießwasser ist die Konzentration niedrig genug, dass nichts mehr ausfällt.
Der Vorteil des Eisenchelats
Eisen ist der Nährstoff, der bei falschem pH-Wert als Erstes ausfällt und dann nicht mehr verfügbar ist – typisches Symptom sind hellgrüne bis gelbe junge Blätter bei grün bleibenden Blattadern. Mills setzt Eisen deshalb in chelatierter Form ein: Eine organische Schutzhülle umschließt das Eisenion und hält es über einen weiten pH-Bereich in Lösung. Das ist einer der Gründe, warum Basis A&B als vergleichsweise fehlerverzeihend gilt.
Mills Basis A&B richtig dosieren
| Standarddosierung | 1–3 ml je Komponente pro Liter Wasser, abhängig von der Phase |
| Grundregel | immer die gleiche Menge A und B |
| Junge Pflanzen | am unteren Ende starten und mit der Pflanzengröße steigern |
Die genauen Wochenwerte stehen im Düngeschema oben. Alle Angaben dort beziehen sich auf 10 Liter Wasser bei einem Leitungswasser-EC von 0,7 – bei weicherem Wasser dosierst du entsprechend höher, bei härterem niedriger. Führst du die High-Concentrated-Variante, gelten niedrigere Werte; prüfe immer das Etikett deiner Flasche.
Die richtige Reihenfolge beim Ansetzen
| 1. | Behälter mit Wasser füllen |
| 2. | Vitalize zugeben und mischen (falls verwendet) |
| 3. | Basis A zugeben, gründlich rühren, kurz stehen lassen |
| 4. | Basis B zugeben, gründlich rühren, kurz stehen lassen |
| 5. | Additive einzeln zugeben – Start-R, C4 oder Ultimate PK je nach Phase |
| 6. | pH-Wert auf 5,5–6,5 einstellen |
Nie A und B gleichzeitig zugeben und niemals die Konzentrate direkt zusammenschütten. Genau dabei entstehen die weißen Flocken. Für die genaue Dosierung lohnt sich eine Dosierspritze, den pH-Wert stellst du erst ganz zum Schluss ein, weil jeder Zusatz ihn verschiebt.
Ergiebigkeit
Bei 2 ml je Komponente pro Liter reicht je ein Liter A und B für rund 500 Liter Gießwasser. Für eine Growbox deckt das in der Regel mehrere Durchgänge ab. Das 10-Liter-Gebinde ist für größere Anlagen gedacht.
Häufige Fragen
Brauche ich getrennte Grow- und Bloom-Dünger?
Nein, und das ist der Kern des Mills-Systems. Basis A&B trägt den gesamten Zyklus. Die Phasen unterscheidest du über die Additive: Start-R verschiebt das Verhältnis in der Wachstumsphase Richtung Stickstoff, C4 und Ultimate PK übernehmen in der Blüte.
Was tun, wenn weiße Flocken im Tank sind?
Dann sind Calcium und Phosphat ausgefallen – meist, weil A und B zu schnell nacheinander oder unverdünnt zusammengekommen sind. Diese Lösung solltest du nicht verwenden: Die ausgefallenen Nährstoffe sind für die Pflanze verloren, und in Tropfsystemen setzen die Partikel die Leitungen zu. Neu ansetzen und beim Rühren mehr Zeit lassen.
Muss ich den pH-Wert einstellen?
Ja, aber Basis A&B toleriert einen vergleichsweise breiten Bereich – 5,5 bis 6,5 sind das Ziel. In Kokos und Hydro ist ein pH-Messgerät Pflicht, in Erde puffert das Substrat einen Teil ab.
Brauche ich zusätzlich CalMag?
Meist nicht – Basis A bringt mit 5,1 % Calciumoxid und Basis B mit 1,4 % Magnesiumoxid beides mit. Bei sehr weichem Leitungswasser oder Osmosewasser mit einem EC unter 0,4 kann eine Ergänzung trotzdem sinnvoll sein.
Wie oft wechsle ich die Nährlösung in Hydro?
Wegen der organischen Bestandteile empfiehlt Mills in rezirkulierenden Systemen einen kompletten Wechsel spätestens alle zehn Tage. Zwischendurch gleichst du Wasser und Werte aus.
Ist es für Anfänger geeignet?
Ja. Weil alles in ausgewogenen Verhältnissen enthalten ist, musst du keine einzelnen Nährstoffmängel diagnostizieren – du düngst nach Schema. Der einzige Punkt, an dem Anfänger stolpern, ist die Mischreihenfolge. Halte dich an die Tabelle oben, dann passiert nichts.
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