Kurz gesagt: Welcher Rohrventilator für deine Growbox
- Faustregel: Zeltvolumen × 60 ergibt den Grundbedarf in m³/h (ein kompletter Luftwechsel pro Minute). Mit Aktivkohlefilter, Schlauch und warmer Lampe kommt grob das 1,9-Fache dazu – und der Lüfter sollte im Alltag bei 50–70 % laufen, nicht auf Anschlag.
- Unsere Empfehlung für 100×100 und 120×120: der AC Infinity Cloudline PRO T6 (150 mm, bis 683 m³/h, 32 dB(A) laut Hersteller) mit Controller 69 Pro im Lieferumfang. Für 60×60 bis 90×90 reicht der T4, ab 150×150 und für 240×120 der T8.
- Leise ist eine Frage der Reserve: Ein großer Lüfter auf 50 % ist leiser als ein kleiner auf 100 %. EC-Motoren mit stufenloser Regelung brummen nicht wie AC-Lüfter am Stufentrafo.
- Filter passend zum Lüfter: gleicher Flanschdurchmesser, Filterleistung mindestens so hoch wie die tatsächlich genutzte Lüfterleistung – nicht wie die Maximalleistung auf dem Karton.
Der Rohrventilator ist das Herz jeder Growbox: Er zieht warme, feuchte Luft ab, holt frische Luft mit CO₂ nach und drückt die Abluft durch den Aktivkohlefilter. Ist er zu klein, staut sich Wärme unter der Lampe und die Luftfeuchtigkeit klettert in der Nacht. Ist er zu groß oder falsch geregelt, dröhnt er die ganze Nacht durchs Schlafzimmer. Ob du nach „Rohrventilator Growbox“, „Abluftventilator Growzelt“ oder „leiser Rohrlüfter“ suchst – die Fragen sind dieselben: Wie viel m³/h brauche ich wirklich, wie laut ist laut, und welcher Filter passt dazu? Dieser Ratgeber beantwortet alle drei, mit einer Größentabelle von 60×60 bis 240×120 und einem ehrlichen Vergleich der AC Infinity Cloudline PRO T4, T6 und T8 mit Prima Klima und günstigen AC-Lüftern.
Wie viel m³/h braucht deine Growbox?
Rechne das Zeltvolumen in Kubikmetern aus und multipliziere es mit 60 – das ist der Grundbedarf für einen kompletten Luftwechsel pro Minute. Darauf kommen Zuschläge: etwa 30 % für den Aktivkohlefilter, 20 % für Schlauch und Bögen und 20 % für eine warme Lampe oder einen warmen Raum. Zusammen ergibt das grob das 1,9-Fache des Grundbedarfs.
Ein Beispiel: Ein Zelt mit 120 × 120 × 200 cm hat 2,88 m³. Mal 60 sind das 173 m³/h Grundbedarf. Mit Filter, zwei Metern Schlauch und einer 480-W-LED landest du bei rund 325 m³/h, die tatsächlich durch das System müssen. Ein Lüfter mit 683 m³/h Maximalleistung läuft dafür bei etwa der Hälfte – und genau dort ist er leise, sparsam und hat noch Luft für heiße Sommertage.
Wenn du es genau für dein Setup ausrechnen willst, mit Schlauchlänge, Bögen und Lampenleistung: Der Rechner im Ratgeber Growbox Belüftung: Abluft berechnen macht das Schritt für Schritt.
| Zeltgröße | Volumen | Grundbedarf (× 60) | Mit Filter, Schlauch, Lampe (≈ × 1,9) | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| 60×60×160 cm | 0,58 m³ | 35 m³/h | ≈ 65 m³/h | Cloudline PRO T4 (100 mm) auf niedriger Stufe |
| 80×80×180 cm | 1,15 m³ | 69 m³/h | ≈ 130 m³/h | Cloudline PRO T4 |
| 100×100×200 cm | 2,0 m³ | 120 m³/h | ≈ 225 m³/h | T4 läuft hier schon im oberen Bereich – leiser mit dem Cloudline PRO T6 auf 40–50 % |
| 120×120×200 cm | 2,88 m³ | 173 m³/h | ≈ 325 m³/h | Cloudline PRO T6 (150 mm) – laut Hersteller ideal bis ca. 120×120 |
| 150×150×200 cm | 4,5 m³ | 270 m³/h | ≈ 505 m³/h | T6 nur noch mit wenig Reserve – besser Cloudline PRO T8 (200 mm) |
| 240×120×200 cm | 5,76 m³ | 346 m³/h | ≈ 645 m³/h | Cloudline PRO T8 |
Warum nicht einfach die Maximalleistung vergleichen? Die m³/h auf dem Karton gelten bei freiem Ausblasen ohne Widerstand. Hängt ein Aktivkohlefilter davor und ein Schlauch dahinter, bricht die Leistung bei schwachen Lüftern stark ein. Entscheidend ist deshalb auch der statische Druck (in Pascal): Er sagt, wie gut ein Lüfter gegen Widerstand arbeitet. Die Cloudline-PRO-Modelle liegen laut Hersteller bei 223 Pa (T4), 503 Pa (T6) und 746 Pa (T8) – einfache Axial-Rohrlüfter aus dem Baumarkt erreichen nur einen Bruchteil davon.
Rohrventilator 100 mm, 125 mm, 150 mm oder 200 mm: Welcher Durchmesser passt?
Für Zelte bis 90×90 reicht ein 100-mm-Rohrventilator, für 100×100 bis 120×120 ist 150 mm die richtige Größe, ab 150×150 und für 240×120 sind 200 mm sinnvoll. 125 mm liegt dazwischen und lohnt sich vor allem, wenn Filter und Zeltstutzen schon 125 mm haben.
Der Durchmesser bestimmt, wie schnell die Luft durch den Schlauch strömt. Bei gleicher Luftmenge strömt sie durch 150 mm mehr als doppelt so langsam wie durch 100 mm – das ist leiser und kostet weniger Druck. Deshalb gilt: lieber den größeren Durchmesser und den Lüfter gedrosselt laufen lassen, als einen kleinen Lüfter auf Anschlag.
| Durchmesser | Passt für | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 100 mm | 60×60 bis 90×90 | kleines Zelt, Schrank, Anzuchtbox – z. B. Cloudline PRO T4 |
| 125 mm | 80×80 bis 100×100 | wenn Filter oder Zeltstutzen 125 mm haben |
| 150 mm | 100×100 bis 120×120 | die häufigste Zeltgröße – z. B. Cloudline PRO T6 |
| 200 mm | 150×150, 240×120, Growroom | große Zelte, lange Schlauchwege – z. B. Cloudline PRO T8 |
Wie leise ist ein leiser Rohrventilator wirklich?
Ein EC-Rohrventilator der Cloudline-PRO-Reihe liegt laut AC Infinity bei 28 dB(A) (T4), 32 dB(A) (T6) und 39 dB(A) (T8), gemessen im Labor in 3 m Abstand. Das entspricht ungefähr leisem Flüstern bis einem ruhigen Wohnzimmer. In der Praxis hörst du den Lüfter selten selbst – du hörst die Luft im Schlauch, am Filter und an der Zeltöffnung.
Drei Dinge entscheiden darüber, ob dein Setup nachts stört:
- Reserve statt Anschlag. Die Lautstärke steigt mit der Drehzahl überproportional. Ein T6 auf 50 % ist deutlich leiser als ein T4 auf 100 %, obwohl beide ähnlich viel Luft bewegen. Darum empfehlen wir lieber eine Nummer größer.
- EC-Motor statt AC am Stufentrafo. Günstige AC-Lüfter werden über die Spannung gedrosselt. Das funktioniert, bringt aber bei niedrigen Stufen oft ein hörbares Brummen. EC-Motoren mit PWM-Regelung (wie Cloudline PRO oder Prima Klima EC) laufen auch auf kleiner Stufe ruhig.
- Körperschall und Luftgeräusch. Den Lüfter nicht starr an die Zeltstange schrauben, sondern in Gurten oder mit Gummipuffern aufhängen. Möglichst gerade Schlauchwege, wenige Bögen, und die Abluft nicht durch einen zu engen Querschnitt pressen – 150 mm auf 100 mm reduzieren sorgt typischerweise für Strömungsgeräusche.
Wer im Schlafzimmer growt, kann zusätzlich einen Schalldämpfer hinter den Lüfter setzen. Meist reicht es aber, den Lüfter eine Nummer größer zu wählen und stufenlos herunterzuregeln.
Gibt es einen Testsieger für leise Rohrventilatoren? Einen einheitlichen Test für Growbox-Lüfter gibt es nicht, und Herstellerangaben sind nur vergleichbar, wenn der Messabstand gleich ist. 28 dB(A) in 3 m sind deutlich lauter als 28 dB(A) in 1 m. Achte deshalb beim Vergleich immer auf den Abstand – AC Infinity gibt seine Werte für 3 m an.
AC Infinity Cloudline PRO T4, T6 und T8 im Vergleich
Alle drei Cloudline-PRO-Modelle arbeiten mit Mischstrom-Bauweise, EC-Motor und PWM-Regelung und werden mit dem Controller 69 Pro (WLAN, App) geliefert. Der Controller regelt die Drehzahl stufenlos nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder VPD und hat vier Anschlüsse für weitere AC-Infinity-Geräte wie Umluftventilatoren oder LED-Lampen. Die Unterschiede liegen in Durchmesser, Leistung und Lautstärke. Alle Angaben sind Herstellerangaben, die Preise entsprechen unserem Shoppreis vom Oktober 2026.
Die drei Cloudline-PRO-Modelle auf einen Blick
100 mm · für 60×60 bis 90×90
148,90 €
- ✓bis ≈ 348 m³/h Luftleistung
- ✓223 Pa statischer Druck
- ✓28 dB(A) in 3 m Abstand
- ✓max. 28 W, im Schnitt 21 W
- ✓Controller 69 Pro mit WLAN-App inklusive
- ✓EC-Motor, stufenlos regelbar
150 mm · für 100×100 bis 120×120
186,90 €
- ✓683 m³/h Luftleistung
- ✓503 Pa – schafft dicke Aktivkohlefilter
- ✓32 dB(A) in 3 m Abstand
- ✓max. 70 W, im Schnitt 38 W
- ✓Controller 69 Pro mit WLAN-App inklusive
- ✓Regelt nach Temperatur, Feuchte oder VPD
200 mm · für 150×150 und 240×120
246,90 €
- ✓1.371 m³/h Luftleistung
- ✓746 Pa statischer Druck
- ✓39 dB(A) in 3 m Abstand
- ✓max. 180 W, im Schnitt 78 W
- ✓Controller 69 Pro mit WLAN-App inklusive
- ✓Reserve für Growroom und lange Schlauchwege
Herstellerangaben, Shoppreise Stand Oktober 2026. Alle drei Modelle: Mischstrom-Bauweise, Doppelkugellager, IP44, Motor ohne Werkzeug zur Reinigung abnehmbar.
Die ausführliche Tabelle mit allen Werten und den Alternativen von Prima Klima und einfachen AC-Lüftern:
| Modell | Ø Anschluss | Max. Luftleistung | Statischer Druck | Lautstärke (3 m) | Leistung max. / Ø | Steuerung | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Cloudline PRO T4 60×60 bis 90×90 |
100 mm | ≈ 348 m³/h | 223 Pa | 28 dB(A) | 28 W / 21 W | Controller 69 Pro inkl. | 148,90 € |
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Unsere Empfehlung Cloudline PRO T6 100×100 bis 120×120 |
150 mm | 683 m³/h | 503 Pa | 32 dB(A) | 70 W / 38 W | Controller 69 Pro inkl. | 186,90 € |
|
Cloudline PRO T8 150×150, 240×120, Growroom |
200 mm | 1.371 m³/h | 746 Pa | 39 dB(A) | 180 W / 78 W | Controller 69 Pro inkl. | 246,90 € |
|
Prima Klima EC TC Ø 125 bis 250 mm |
125–250 mm | je nach Größe | – | leise (EC) | – | eingebauter Temperaturregler, keine App | 309,90–359,90 € |
| Einfache AC-Rohrlüfter z. B. Vents VK, Winflex |
100–150 mm | ausreichend für kleine Zelte | gering | gedrosselt oft brummend | – | An/Aus oder Stufentrafo | unter 30 € |
Wo die anderen vorn liegen:
- Prima Klima EC TC hat einen ebm-papst-EC-Motor und einen eingebauten Temperaturregler – ohne App, ohne WLAN, ohne Einrichtung. Wer genau das will und keinen Controller braucht, bekommt einen robusten, leisen Lüfter. Dafür kostet er deutlich mehr als ein Cloudline PRO der gleichen Größe und regelt nur nach Temperatur, nicht nach Luftfeuchtigkeit oder VPD.
- Günstige AC-Rohrlüfter wie Vents VK oder Winflex sind unschlagbar billig und für ein kleines Zelt ohne Aktivkohlefilter oder als Zuluftlüfter völlig in Ordnung. Mit Filter davor fehlt ihnen der Druck, und gedrosselt brummen sie.
Warum wir den Cloudline PRO T6 empfehlen: Die meisten Growboxen in Deutschland sind 80×80 bis 120×120 – genau dort hat der T6 so viel Reserve, dass er im Alltag bei 30–50 % läuft und kaum zu hören ist. Mit 503 Pa drückt er die Luft auch durch einen dicken Aktivkohlefilter, und der beiliegende Controller 69 Pro regelt nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit und VPD, statt stur auf einer Stufe zu laufen. Im Durchschnitt zieht er laut Hersteller nur 38 W. Der ehrliche Nachteil: Für ein 60×60-Zelt ist er überdimensioniert – da reicht der T4. Und wer schon einen Controller AI+ hat, zahlt den 69 Pro im Paket mit.
AC Infinity Cloudline PRO T6 ansehen
Welcher Aktivkohlefilter passt zum Rohrventilator?
Der Filter muss den gleichen Flanschdurchmesser haben wie der Lüfter, und seine Nennleistung sollte mindestens der Luftmenge entsprechen, die du tatsächlich nutzt. Für einen T6, der im Alltag 300–400 m³/h bewegt, passt also ein 150-mm-Filter mit etwa 400–500 m³/h. Einen Filter mit der vollen Maximalleistung des Lüfters (683 m³/h) brauchst du nicht – er kostet mehr und nimmt Platz weg.
Drei Punkte, auf die du achten solltest:
- Kohlebett-Dicke: Je dicker das Bett, desto länger hat die Luft Kontakt zur Kohle und desto länger hält der Filter. Der Rhino Pro arbeitet mit 50 mm RC412-Aktivkohle und ist in 18 Größen von Ø 100 bis 350 mm erhältlich.
- Vorfilter: Ein waschbarer Vorfilter hält Staub von der Kohle fern. Ohne Vorfilter setzt sich die Kohle schneller zu und der Widerstand steigt.
- Reduzieren nur mit Bedacht: Ein 125-mm-Filter an einem 150-mm-Lüfter funktioniert mit Reduzierstück, kostet aber Leistung und macht Strömungsgeräusche. Besser gleich die passende Größe.
Für kleinere Budgets ist der Can-Lite eine bewährte Alternative. Alle Filter findest du in der Kategorie Aktivkohlefilter.
Rohrventilator richtig einbauen: Schritt für Schritt
Richtig eingebaut arbeitet der Lüfter mit Unterdruck: Er saugt die Luft oben aus dem Zelt durch den Filter, die Zeltwände ziehen sich leicht nach innen, und frische Luft strömt unten passiv nach. So entweicht keine ungefilterte Luft durch Reißverschlüsse und Ritzen.
- Filter oben ins Zelt hängen. Warme Luft steigt, der Filter gehört deshalb an die höchste Stelle, mit Abstand zur Lampe.
- Lüfter hinter den Filter. Entweder im Zelt direkt am Filter oder außen am Abluftstutzen. Außen montiert spart er Platz und Wärme im Zelt.
- Weich aufhängen. Gurte, Seile oder Gummipuffer statt Schrauben an der Stange – das verhindert Körperschall.
- Kurzer, gerader Schlauch nach draußen. Jeder Meter und jeder 90°-Bogen kostet Leistung. Die Abluft nach draußen führen (Fensterkoffer, Mauerdurchbruch), nicht in denselben Raum.
- Zuluft unten, ausreichend groß. Passive Zuluftöffnungen sollten zusammen etwa zwei- bis dreimal so viel Fläche haben wie der Abluftstutzen. Sonst saugt sich das Zelt zu stark zusammen und der Lüfter zischt.
- Controller einstellen. Sensor auf Höhe des Blätterdachs, Zielwerte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit setzen, Mindestdrehzahl auf 20–30 %, damit immer Luftaustausch stattfindet. Welche Werte in welcher Phase passen, steht in der VPD-Tabelle.
Für gleichmäßiges Klima im Zelt sorgt zusätzlich ein Umluftventilator wie der AC Infinity Cloudray S6, der sich an denselben Controller anschließen lässt. Der Rohrventilator tauscht die Luft, der Umluftventilator bewegt sie zwischen den Blättern – beides zusammen beugt Schimmel und Hitzestau vor.
Abluft und Umluft: Warum die Growbox zwei Ventilatoren braucht
Eine Growbox braucht einen Abluftventilator (Rohrventilator) und mindestens einen Umluftventilator. Der Rohrventilator tauscht die Luft aus und zieht Wärme, Feuchtigkeit und Gerüche über den Aktivkohlefilter ab. Der Umluftventilator bewegt die Luft innerhalb des Zelts, damit zwischen den Blättern keine feuchten, warmen Polster entstehen.
- Position: Den Umluftventilator leicht schräg oberhalb oder auf Höhe des Blätterdachs anbringen, sodass eine sanfte Brise über die Pflanzen streicht. Die Blätter sollen sich leicht bewegen, nicht flattern.
- Oszillierend oder fest? Ein schwenkender Ventilator verteilt die Luft gleichmäßiger und verhindert, dass immer dieselben Blätter austrocknen. Ein fester Ventilator ist in kleinen Zelten in Ordnung, wenn er nicht direkt auf eine Pflanze zeigt.
- Clip- oder Standventilator? Im Zelt sind Clip-Ventilatoren praktischer: Sie hängen an der Zeltstange, nehmen keinen Platz am Boden weg und wandern mit, wenn die Pflanzen wachsen. Der AC Infinity Cloudray S6 lässt sich zusätzlich an den Controller des Rohrventilators anschließen.
Wohin mit der Abluft – Fenster, ohne Fenster oder in den Raum?
Am besten führt die Abluft nach draußen: über einen Fensterkoffer, eine Fensterplatte mit Rohrdurchführung oder einen vorhandenen Lüftungsschacht. So verlassen Wärme und Feuchtigkeit das Haus, und die Zuluft bleibt trocken.
- Mit Fenster: Fensterkoffer oder Plexiglasplatte mit Rohranschluss statt gekipptem Fenster. Ein gekipptes Fenster holt im Sommer feuchte Luft zurück und lässt Licht und Geräusch durch.
- Ohne Fenster: In einen Abluftschacht, einen Nebenraum mit Fenster oder einen großen, gut belüfteten Raum. Je kleiner der Raum, desto schneller steigen dort Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
- In den Raum: Geht, wenn ein guter Aktivkohlefilter davor hängt und der Raum groß genug ist oder selbst gelüftet wird. Im Winter steigt dann aber die Luftfeuchtigkeit im Zimmer – ein Hygrometer im Raum zeigt dir, ob es kritisch wird.
Wie lange soll die Abluft laufen, und wie drossele ich den Rohrventilator?
Die Abluft läuft rund um die Uhr – tagsüber stärker, nachts auf kleiner Stufe. Komplett ausschalten solltest du sie nicht, weil sonst nachts die Luftfeuchtigkeit steigt und keine frische Luft mit CO₂ nachkommt.
Gedrosselt wird je nach Lüftertyp unterschiedlich:
- EC-Lüfter mit Controller (z. B. Cloudline PRO): Mindest- und Höchstdrehzahl im Controller setzen und nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder VPD regeln lassen. Eine Mindeststufe von 20–30 % sorgt für dauernden Luftaustausch.
- AC-Lüfter: über einen Stufentrafo oder einen Temperaturregler. Ein einfacher Dimmer für Lampen ist dafür nicht geeignet und kann den Motor beschädigen.
- Nicht über Klappen drosseln: Eine Drosselklappe im Schlauch erhöht nur den Widerstand und die Strömungsgeräusche – die Drehzahl zu senken ist leiser und spart Strom.
Typische Fehler bei der Abluft
- Lüfter läuft dauerhaft auf 100 %. Dann ist er zu klein oder der Widerstand zu hoch (Filter zu klein, Schlauch zu lang, zu viele Bögen). Laut und am Limit – eine Nummer größer löst beides.
- Abluft in denselben Raum. Die warme, feuchte Luft kommt über die Zuluft sofort zurück. Gerade im Winter steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum dann stark an.
- Lüfter nachts aus. Ohne Licht steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Die Abluft sollte auch in der Dunkelphase laufen, mindestens auf kleiner Stufe – mehr dazu im Ratgeber Luftfeuchtigkeit in der Growbox.
- Zelt bläht sich auf. Dann arbeitet ein Zuluftlüfter stärker als die Abluft, oder die Abluft ist verstopft. Es sollte immer leichter Unterdruck herrschen.
- Filter nie getauscht. Aktivkohle ist irgendwann gesättigt. Je nach Nutzung nach 12–24 Monaten tauschen; den Vorfilter regelmäßig waschen.
Für wen lohnt sich ein smarter Rohrventilator nicht?
Wer ein 60×60-Zelt mit einer kleinen LED im kühlen Keller betreibt und ohne Aktivkohlefilter auskommt, braucht keinen 150-€-Lüfter mit App. Ein einfacher Rohrlüfter mit Zeitschaltuhr oder Stufenschalter erledigt das. Auch als reiner Zuluftlüfter reicht ein günstiges Modell. Sobald aber ein Filter, ein Wohnraum oder ein Sommer ins Spiel kommt, lohnen sich EC-Motor, Druckreserve und Regelung schnell – vor allem bei der Lautstärke.
Unsicher, welche Größe zu deinem Setup passt? Wir beraten dich im Growshop in Köln-Porz oder telefonisch. Alle Lüfter, Filter und Schläuche findest du unter Abluftsysteme für deine Growbox.
Häufige Fragen zum Rohrventilator in der Growbox (FAQ)
Welcher Rohrventilator für ein 120×120-Zelt?
Ein 150-mm-Lüfter mit rund 600–700 m³/h Maximalleistung, zum Beispiel der AC Infinity Cloudline PRO T6 (683 m³/h, 503 Pa). Mit Filter, Schlauch und Lampe brauchst du im 120×120×200-Zelt etwa 325 m³/h – der T6 läuft dafür bei rund der Hälfte und bleibt leise.
Wie berechne ich die Abluft für meine Growbox?
Zeltvolumen in m³ mal 60 ergibt den Grundbedarf in m³/h. Für Aktivkohlefilter, Schlauch und warme Lampe grob mit 1,9 multiplizieren. Der Lüfter sollte diesen Wert bei 50–70 % seiner Maximalleistung schaffen.
Welcher Rohrventilator ist der leiseste?
EC-Lüfter mit stufenloser Regelung sind am leisesten. Die AC Infinity Cloudline PRO liegen laut Hersteller bei 28 dB(A) (T4), 32 dB(A) (T6) und 39 dB(A) (T8) in 3 m Abstand. Noch wichtiger als das Modell ist, dass der Lüfter mit Reserve gewählt wird und nicht auf Anschlag läuft.
100 mm, 125 mm oder 150 mm – welcher Durchmesser?
100 mm für Zelte bis etwa 90×90, 150 mm für 100×100 bis 120×120 und 200 mm ab 150×150. Ein größerer Durchmesser bewegt dieselbe Luftmenge mit weniger Strömungsgeräusch.
Muss der Rohrventilator in die Growbox oder nach draußen?
Beides geht. Der Filter hängt oben im Zelt, der Lüfter direkt dahinter – innen oder außen am Abluftstutzen. Außen montiert spart er Platz und gibt seine Abwärme nicht ins Zelt ab.
Brauche ich einen Zuluftventilator?
Meist nicht. Bei ausreichend großen passiven Zuluftöffnungen (zwei- bis dreimal die Fläche des Abluftstutzens) reicht der Unterdruck. Ein Zuluftlüfter lohnt sich nur bei sehr großen Zelten oder langen Zuluftwegen – und er muss schwächer laufen als die Abluft.
Soll die Abluft nachts laufen?
Ja, mindestens auf kleiner Stufe. In der Dunkelphase fällt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit steigt. Ein Controller mit Feuchtigkeitsregelung erhöht die Drehzahl dann automatisch.
Wie viel Strom verbraucht ein Rohrventilator?
Ein Cloudline PRO T6 zieht laut Hersteller im Durchschnitt 38 W. Bei 24 Stunden am Tag sind das rund 0,9 kWh – bei 0,35 €/kWh etwa 32 Cent am Tag oder knapp 10 € im Monat.
Wie oft muss der Aktivkohlefilter gewechselt werden?
Je nach Kohlequalität, Bett-Dicke und Laufzeit nach 12–24 Monaten. Den Vorfilter alle paar Wochen ausklopfen oder waschen, damit die Kohle länger hält.
Wohin mit der Abluft, wenn die Growbox kein Fenster hat?
In einen Abluftschacht, einen Nebenraum mit Fenster oder einen großen, gut belüfteten Raum – immer mit Aktivkohlefilter davor. In kleine Räume ohne Lüftung solltest du die Abluft nicht führen, weil dort Temperatur und Luftfeuchtigkeit schnell steigen.
Wie drossele ich einen Rohrventilator?
EC-Lüfter regelst du stufenlos über den Controller und setzt eine Mindestdrehzahl von 20–30 %. AC-Lüfter drosselst du mit einem Stufentrafo oder Temperaturregler. Drosselklappen im Schlauch sind keine gute Lösung, weil sie nur den Widerstand und die Strömungsgeräusche erhöhen.
Wo platziere ich den Umluftventilator in der Growbox?
Leicht schräg oberhalb oder auf Höhe des Blätterdachs, sodass eine sanfte Brise über die Pflanzen streicht. Er soll nicht direkt auf eine einzelne Pflanze zeigen.
Oszillierender oder fester Ventilator – was ist besser für die Growbox?
Ein oszillierender Ventilator verteilt die Luft gleichmäßiger und verhindert, dass immer dieselben Blätter im Luftstrom stehen. In kleinen Zelten reicht auch ein fester Clip-Ventilator, wenn er schräg über die Pflanzen bläst.
Alle technischen Daten sind Herstellerangaben (Stand Oktober 2026). Preise entsprechen unserem Shoppreis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung; den aktuellen Preis findest du auf der jeweiligen Produktseite. Die Zuschläge für Filter, Schlauch und Lampe sind Richtwerte aus der Praxis und ersetzen keine genaue Berechnung für dein Setup.

