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Kurz gesagt: Welches Trockennetz brauche ich?
- Growzelt ab 80 cm: ein hängendes Trockennetz mit mehreren Etagen – nutzt die Höhe, fasst die Ernte von 4–6 Pflanzen, lässt sich flach zusammenfalten.
- Kein Zelt, kein Haken: ein stapelbares Trockengestell, das auf Tisch oder Regal steht und sich mit weiteren Ebenen erweitern lässt.
- Kleine Ernte, keine tägliche Kontrolle möglich: DryFerm-Trocknungsbeutel, die Trocknen und erste Curing-Phase in einem erledigen.
- Faustregel: pro Etage mit 80 cm Durchmesser passen 80–120 g nasse Blüten, wenn sie sich nicht berühren.
Trockennetz und Trockengestell: langsam trocknen, ohne dass sich etwas berührt
Kräuter und Blüten trocknen am besten langsam – bei 18–21 °C und 55–60 % Luftfeuchte über 7 bis 14 Tage. Das funktioniert nur, wenn jede Blüte frei liegt und von allen Seiten Luft bekommt. Wo zwei Blüten aneinander liegen, entsteht ein feuchtes Nest, und dort beginnt Schimmel. Ein Trockennetz löst genau dieses Problem: feinmaschiger Netzstoff, mehrere Ebenen übereinander, Luft von oben und unten. Wir führen das, was sich bei unseren Kunden in Köln bewährt hat – keine zehn Varianten, sondern die drei, die funktionieren.
Trockennetz, Trockengestell oder Trockenbeutel – der Vergleich
| Produkt | Aufbau | Kapazität | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Secret Jardin DryIt90 | hängendes Trockennetz, 5 Etagen, Ø 80 cm, Reißverschluss pro Etage, faltet sich flach zusammen | ca. 400–600 g nasse Blüten (Ernte aus 80×80 bis 120×120) | Growzelt mit Haken oder Stange, Nass-Trimmer |
| Fertraso Trockengestell | stapelbares Kunststoffgitter, 71×71, 80×80 oder 100×100 cm, beliebig viele Ebenen übereinander | ca. 100–200 g pro Ebene, erweiterbar | Trocknen ohne Zelt, auf Tisch oder Regal; leicht zu reinigen |
| DryFerm Trocknungsbeutel | atmungsaktiver Beutel mit Membran, 25×40 bis 50×50 cm, mit Clips zum Aufhängen | bis ca. 50 g trocken pro Beutel | kleine Ernten, Mietwohnung, geruchsarm, wenig Kontrolle nötig |
So nutzt du das Trockennetz richtig
- Nass trimmen, dann aufs Netz: Blüten ohne Fächerblätter in einer Lage verteilen, Abstand lassen. Große Blüten auf die oberen Etagen (wärmer, mehr Luft), kleine nach unten.
- Einmal am Tag wenden: Sonst bekommt die Auflagestelle eine flache, feuchte Seite. Das ist der einzige Nachteil gegenüber dem Aufhängen ganzer Äste.
- Im Zelt aufhängen: Abluft auf kleinster Stufe, Aktivkohlefilter an, Umluft nicht direkt aufs Netz. So trocknet die Ernte dunkel, geruchlos und mit 7–10 Tagen etwas schneller als ganze Äste.
- Hygrometer auf Netzhöhe: Die Werte am Boden und in 1,50 m Höhe unterscheiden sich um bis zu 10 %. Ein Min-Max-Hygrometer hängt mit ins Netz.
- Fertig-Test: Dünne Stiele knacken beim Biegen, die Blüte federt beim Drücken zurück. Dann ins Glas oder in die Grove Bags zum Curing.
Die komplette Anleitung mit Werten für jede Phase, Trockengewicht-Tabelle und Winter-Tipps steht in unserem Ratgeber Blüten trocknen und fermentieren. Was das Klima im Trockenraum hält – Luftentfeuchter für den Keller, Luftbefeuchter gegen Heizungsluft – findest du unter Lüftung & Klima.
Häufige Fragen zum Trockennetz
Trockennetz oder Äste aufhängen – was ist besser?
Ganze Äste trocknen langsamer und gleichmäßiger, weil der Stiel Feuchte nachliefert – das ergibt das letzte Prozent Aroma, braucht aber Höhe und ein Klima unter 60 % rF. Das Trockennetz ist platzsparender, schneller (7–10 Tage) und bei hoher Raumfeuchte sicherer gegen Schimmel. Für die meisten Zelte bis 120×120 ist das Netz die praktischere Wahl.
Wie viel passt auf ein Trockennetz mit 80 cm Durchmesser?
Pro Etage etwa 80–120 g nasse Blüten in einer Lage mit Abstand. Bei fünf Etagen sind das 400–600 g nass, also die Ernte von vier bis sechs mittleren Pflanzen. Wer mehr hat, hängt ein zweites Netz daneben oder stapelt Trockengestelle.
Kann ich das Trockennetz ohne Growzelt benutzen?
Ja – an einem Haken an der Decke, an einer Kleiderstange oder an einem Wandhaken in einem dunklen Raum. Wichtig ist nur, dass Luft zirkuliert und der Raum 18–21 °C hat. Wer nichts zum Aufhängen hat, nimmt das stapelbare Trockengestell.
Wie reinige ich das Trockennetz?
Nach der Ernte ausklopfen, mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel abwaschen, trocknen lassen. Vor der nächsten Ernte einmal mit Purolyt einsprühen – Schimmelsporen überleben sonst in den Maschen.
Muss ich die Blüten im Netz wenden?
Einmal am Tag, ja. Sonst bekommt die Unterseite eine flache, feuchtere Stelle. Beim Wenden gleich den Stielknick-Test machen – so weißt du, wann die Trocknung fertig ist.
Fragen zu deinem Raum? Komm in unser Ladenlokal in Köln-Porz, Hauptstraße 370 – oder bestell online mit schnellem, neutral verpacktem Versand. Alles für die Zeit nach dem Schnitt findest du unter Ernte, Trocknen & Curing.